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Fotos vom Baufortschritt Rettungswache Wiesbaden

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22.02.2011

Übung am Krankenhaus in Hofheim

Für den Ernstfall gewappnet

 

Von Michelle Spillner

Das Szenario sollte so realistisch wie möglich sein. Im Keller des Seitentraktes sollte es während Reparaturarbeiten zu einem Feuer gekommen sein, das zu einem Stromausfall führt. Schnell verqualmten die Gänge der angenommenen Intensivstation im ersten Stock. Mehrere Dutzend Mimen stellten Patienten ebenso dar wie Angehörige, die den Hilfskräften das Leben schwer machen.

 

Doch das Klinikpersonal hätte im Ernstfall schon mit den Patienten alle Hände voll zu tun. Simone Hamberger (29 Jahre) mimt eine betagte alte Dame, die das Bett nicht verlassen kann, beatmet werden muss, schwerhörig und zahnlos ist und angesichts des Feuerwehraufgebots in Panik

verfällt und aus dem Bett flüchten will. "Bleiben Sie liegen Frau Hamberger, es ist alles gut. Wir

machen ihre Windel sauber, wenn wir unten sind", versucht Stefanie Joachimi als  rankenschwester

die Frau zu beruhigen. Der Beatmungspatient im Nachbarbett macht keinen Mucks: eine Puppe zu

Übungszwecken. Dabei ist eigentlich gar nichts gut. Stefanie Joachimi tätschelt mit der einen Hand

beruhigend die verwirrte Frau Hamberger, während sie mit der anderen den Beatmungsbeutel für den Puppen-Patienten bedient. "Wir haben in drei Minuten keinen Strom mehr", schildert die Schwester den Rettungskräften mit leiser Stimme, dass das Notstromaggregat am Ende ist. "Was?", kreischt die alte Dame und wird zurückgepfiffen. "Frau Hamberger, das haben Sie jetzt gar nicht gehört. Sie sind doch schwerhörig", erklärt Joachimi. Drumherum stehen die Notärztin, Feuerwehrleute und die Klinikmitarbeiter, die die Entscheidung über die Evakuierung der Patienten treffen.

 

Strohpuppen gerettet

140 Patienten liegen derzeit in den Zimmern des Hofheimer Krankenhauses. 200 werden es sein,

wenn der Neubau errichtet ist. Für alle gibt es einen Notfallplan zur Verlegung in andere

Krankenhäuser. Im Normalfall hat die Einsatzleitstelle den Blick auf die Aufnahmekapazitäten der

Nachbarkliniken und weist die Patienten zu. Sollte der Zugriff auf diese Informationen im Notfall nicht möglich sein, werden die Patienten per Ticket-System verlegt. Das heißt, dass jederzeit 200 Patienten – also alle – in andere Kliniken verlegt werden können, ohne dass diese Einrichtungen überhaupt erst angefragt werden müssten.

 

Für die rund 120 Rettungshelfer aus allen Hofheimer Stadtteilen und dem Main-Taunus-Kreis ging es am Samstag zum einen darum, die Evakuierung zu proben, zum anderen zu überprüfen, wie die

Zusammenarbeit untereinander läuft, während die Feuerwehr im Keller des Gebäudes zum Teil mit

Atemschutz Rettung und Löscharbeiten bei dickstem Qualm übte. Zwei Strohpuppen sollen an diesem Nachmittag aus dem brennenden Keller gerettet werden. Sie liegen später als Leichen auf der Wiese vor dem Krankenhaus – eine Explosion hat ihnen den Garaus gemacht.

 

Auf den Zuschauer am Rande wirkt das Geschehen reichlich wuselig, für ihn ist wenig Struktur

erkennbar. Die professionellen Beobachter der Übung, die auf Klemmbrettern die Daten für die

anschließende Auswertung notieren, haben einen anderen Blick auf das Geschehen. Sie erkennen die Struktur in der An- und Nachforderung der Rettungskräfte, verfolgen die nahtlose Übergabe der

Einsatzleitungen von den ersten Rettungskräften am Ort an die amtlich bestimmten Einsatzleiter, die nachfolgen, und begutachten den Aufbau der Sammelstellen für die Patienten auf und unter dem Parkdeck. Es wird darauf geachtet, dass die anfahrenden Rettungsfahrzeuge sich nicht gegenseitig im Weg stehen. Rettungswagen halten ein wenig Abstand, damit die Löschfahrzeuge und die Drehleiter der Feuerwehr durchkommen. Und die Sorge der Mimen, die Feuerwehrmänner könnten über die Drehleiter nicht durch die Fenster einsteigen, weil die wegen des bevorstehenden Abrisses zugeschraubt sind, wird flugs zerstreut: Im Ernstfall schlagen Feuerwehrmänner auch schon mal zu, und dann ist der Weg frei.

 

Papierkorb brannte

Gegen Ende der Übung seien die Rettungskräfte im Großen und Ganzen mit dem Verlauf zufrieden

gewesen, so MTK-Pressesprecher Johannes Latsch auf Nachfrage. "Natürlich gibt es immer etwas zu verbessern", hatte Dr. med. Stefan Heigenmooser als einer der Übungsleiter eingangs der Übung festgestellt. Wie diese Verbesserungen genau aussehen können, wird die Übungsauswertung in den kommenden Wochen ans Tageslicht bringen. Für den Ernstfall ist man dann wirklich gut gewappnet. Aber viele Feuerwehreinsätze hat es am Hofheimer Krankenhaus auch noch nicht gegeben. Das Schlimmste war vor einigen Monaten ein brennender Papierkorb in der Notfallambulanz.

© 2011 Höchster Kreisblatt


Grundschüler besuchen die Rettungswache in Wicker

Selten, dass mal nichts passiert

 

Mit Blaulicht zum Einsatz

 

Die Klasse 4 der Goldbornschule berichtet im Rahmen des Projektes „Zeitung in der Grundschule“ über die Rettungswache Wicker.

 

Wicker. „Es kommt selten vor , aber es gibt es, dass auch mal nichts passiert,“ erzählte Stephan Wengler von der Rettungswache Wicker. In der vier Jahre alten Rettungsstation arbeiten am Tag vier Personen. Insgesamt sind dort 16 Personen, davon zwei Auszubildende zu Gange. Die Ausbildung zum Rettungsassistenten dauert zwei Jahre. Die Fahrer der Wagen sind Rettungshelfer. Sie werden dafür innerhalb von sechs Wochen ausgebildet.

 

120 Quadratmeter

Es gibt neun Räume in der ganzen Rettungsstation. Das sind: Aufenthaltsraum mit Fernseher, Küche, die Umkleidekabinen für Damen und Herren, zwei Ruheräume, zwei Lagerräume und ein Desinfektionsraum. Die Rettungswache ist 120 Quadratmeter groß.

Matthias Schwenn ist Rettungsassistent und war früher Tischler. Er wechselte die Arbeit, weil er eine Holzstauballergie bekam. Er hat zunächst ein Praktikum in der Rettungswache gemacht und dann die Ausbildung zum Rettungsassistenten.

Die Rettungswache des DRK in Wicker hat zwei Rettungswagen im Einsatz. Ein Wagen heißt 4-83. Der andere heißt 4-84. Diese Nummer steht auch auf der Frontscheibe. Wagen 4-83 ist 24 Stunden lang an 365 Tage im Jahr im Einsatz. Der Wagen 4-84 wird an fünf Tage pro Woche von 8 bis 21 Uhr eingesetzt. Es gibt auch noch einen Ersatzwagen.

Rettungswagen sind so hoch gebaut, weil die Sanitäter darin stehen müssen. In Deutschland wird das Blaulicht benutzt, da es gut sichtbar ist. Das laute Presslufthorn wird vom Fahrer nur an großen Kreuzungen eingeschaltet, damit die Autofahrer den Rettungswagen gut hören.

 

Tempo 125 ist drin

In so einem Rettungswagen gibt es unheimlich viele Dinge: Ein EKG, eine Absaugpumpe, einen Schrank mit Binden und Pflastern, einem weiteren Schrank mit Medikamenten und Infusionen. Es gibt auch Decken, um Patienten zu wärmen, zwei Sauerstoffflaschen, eine große Spritze, um Patienten die Medikamente zu verabreichen, eine Trage, einen Stuhl mit Rollen und Geräte zum Verarzten.

Die Rettungswagen können bis zu 125 Kilometer pro Stunde fahren. Sie müssen so schnell sein, damit sie möglichst schnell zu den Menschen kommen, die Hilfe brauchen. Und sie dürfen unterwegs nicht stecken bleiben. Wenn es im Winter nötig sein sollte, machen die Helfer Schneeketten auf die Wagen. Das musste Stephan Wengler aber in 20 Jahren Dienstzeit noch nie tun.

 

Florian Heringer, Maik Berblinger, Marie Niedermeier, Ceyda Seker, Chantal Lindner, Karim Bouaoud, Nina Leonhartd, Laura Schulmayer, Jannik Rufa, Julia Nagel, Leonie de Vito, Tobias Schilling, Janice Hermann und Marco Wiedermann

 

 

Alles wird gut

 

Rettungskräfte erleben schöne und schlimme Sachen, aber meistens geht alles gut aus, haben die Viertklässler der Goldbornschule erfahren.

 

Wicker. Der schlimmste Einsatz von Stephan Wengler in seiner Dienstzeit ein sehr schwerer Autounfall. Sein schönstes war, als eine Frau ihr Baby im Rettungswagen zur Welt gebracht hat, sagt er.

 

Den Notruf 112 rufen auch viele Leute aus „Spaß“ an, erzählt er. Das sind Fehlalarme, die viel Arbeit machen und Geld kosten.

Die Einsatzgebiete der Wickerer Rettungswache sind Hochheim, Flörsheim, Wicker, Weilbach, Massenheim und Eddersheim. Pro Jahr werden mehrere tausend Einsätze gefahren.

Wenn ein Einsatz losgeht, wird zuerst der Alarm von der Hofheimer Leitstelle aus in Wicker ausgelöst. Danach meldet sich die Rettungsstation per Funk bei der Leitstelle. Die sagt, wohin die Helfer fahren müssen. Die Sanitäter fahren dann schnell dorthin und versuchen zu helfen. Bei einem Einsatz fahren immer zwei Sanitäter mit und manchmal auch ein Auszubildender.

Im Herbst und im Frühjahr passieren die meisten Unfälle. Nach Hochheim gehen die Fahrten am häufigsten. Viele Einsätze enden gut. Die Rettungssanitäter sind froh, wenn sie helfen können und wenn am Ende alles gut wird.

 

Felix Bingenheimer, Celia Volk, Lukas Scharpf, Tina Hlubucek, Jan Gula, Naomi Klee und Madlen Schröder

 

Höchster Kreisblatt vom 12.05.2011

 


Neubau Rettungswache Wiesbaden


Inbetriebnahme der ersten drei Rettungswagen der „neuen RTW-Generation“

 

Die DRK Rettungsdienst Rhein-Main-Taunus gGmbH hat am Dienstag 19.05.09 die ersten drei Rettungswagen der „neuen RTW-Generation“ in Dienst gestellt. Erfreulicherweise ist es dabei gelungen, die Indienststellung von Herrn Minister Jürgen Banzer, hessischer Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit, durchführen zu lassen.

 

Im Rahmen der Indienststellung betonte Herr Gesundheitsminister Banzer, dass das DRK traditionell herausragender Partner und stärkster Dienstleister mit engagierten Mitarbeitern und vorbildlicher Infrastruktur inklusive hervorragender Ausstattung im hessischen Rettungswesen sei. Die hervorragende Ausstattung zeige sich insbesondere auch in den neuen nach EU DIN Norm 1789 ausgestatteten neuen Rettungsdienstfahrzeugen.

 

Bei dem neuen Fahrzeug handelt es sich um Fahrzeuge vom Typ Mercedes-Benz Sprinter 518 CDI mit Kofferausbau von WAS. Die Fahrzeuge verfügen jeweils über eine Motorleistung von 135 KW (184 PS) sowie als besondere Ausstattungsmerkmale über Automatik, Navigation, Klimaanlage, Unfalldatenspeicher und stellen somit moderne Einsatzfahrzeuge auf dem auf dem aktuellen Stand der Technik dar.

 

Die neuen Fahrzeuge sind mit einer höheren Nutzlast beschafft worden, um im Regelbetrieb des Rettungsdienstes auch Patienten mit einem Gewicht von bis zu 180 kg transportieren zu können. Die neuen Fahrzeuge haben daher ein zulässiges Gesamtgewicht von 4.600 kg, um nach Abzug des Patientengewichtes noch ausreichende Gewichtsreserven für das Einsatzpersonal, die medizintechnische Ausstattung und die weitere Ausrüstung zu haben. Über die weiteren neuen Ausstattungs- und Ausrüstungsmerkmale haben wir bereits ausführlich in der letzten Ausgabe berichtet.

 

Mit diesem Fahrzeug wird eine vollkommen neue Fahrzeuggeneration in Dienst gestellt, die neue Wege in der Patientenversorgung eröffnen wird. Gleichzeitig werden die Vorgaben des hessischen Ministeriums für Arbeit, Familie und Gesundheit in Bezug auf die Patientenversorgung adäquat umgesetzt.

 

Verbunden mit der höheren Nutzlast der Fahrzeuge ist die Hoffnung, dass in Zukunft geringere Verschleißreparaturen entstehen und somit die höheren Anschaffungskosten der Fahrzeuge kompensiert werden können. Die bisherigen Fahrzeuge werden aufgrund der hohen Motorlaufleistung als Ersatzfahrzeuge eingesetzt oder ausgesondert.

 

Nachfolgend einige Photos der Indienststellung: 

 

 



01.April 2008 10 Jahre DRK Rettungsdienst Rhein-Main-Taunus gGmbH (2)

Am Dienstag, 01. April 2008, hat die DRK Rettungsdienst Rhein-Main-Taunus gGmbH ihr 10-jähriges Bestehen gefeiert. Die Feier am Firmensitz in Wiesbaden hat mit 160 Gästen, darunter Vertretern aus Politik, Gesundheitsämtern, Krankenkassen, Kliniken, Kassenärztlicher Vereinigung, Berufsfeuerwehr und befreundeten Rettungsdienstorganisationen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, stattgefunden.

Die Veranstaltung wurde durch den Aufsichtsratvorsitzenden der DRK Rettungsdienst Rhein-Main-Taunus gGmbH, Herrn Achatz von Jagow, eröffnet

Grußworte haben u.a. Frau Hannelore Rösch als Präsidentin des DRK Landesverbandes Hessen, Frau Angelika Thiels als Stadtverordnetenvorsteherin der Landeshauptstadt Wiesbaden, Herr Burkhard Albers als Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises, Frau Rose Lore-Scholz als Dezernentin Schule und Gesundheit Wiesbaden in Vertretung des Wiesbadener Oberbürgermeisters Helmut Müller, Herr Wilhelm Schier vom Hessischen Sozialministerium, Frau Gabriele Wolf als Stadträtin der Landeshauptstadt Wiesbaden in Vertretung des Sozialdezernenten Arno Goßmann und Herr Jochen Dreier als Amtsleiter Amt 38 sowie Kreisbrandinspektor des Main-Taunus-Kreises an die Gäste gerichtet.

Im Rahmen der Feierstunde sind auch verschiedene Neufahrzeuge aus den Bereichen Rettungsdienst, Krankentransport, Behinderten- und Krankenfahrdienst in Dienst gestellt und somit der Öffentlichkeit übergeben worden.

10 Jahre DRK-Rettungsdienst in der Landeshauptstadt Wiesbaden sowie in den Landkreisen Main-Taunus und Rheingau-Taunus dokumentiert eine qualitativ hochwertige Versorgung der Bevölkerung mit rettungsdienstlichen Leistungen. Auch in der Zukunft wird der Rettungsdienst des DRK weiterhin das Ziel - wie bisher in der Vergangenheit schon - verfolgen, eine rettungsdienstliche Versorgung der Bevölkerung auf höchstem Qualitätsniveau sicherzustellen.

Nachfolgend einige Photos der Veranstaltung:
 



Nachfolgend vorab einige Photos der neuen Rettungsdienstwagen für den Rettungsdienstbereich der Landeshauptstadt Wiesbaden:
 

Strasse
Postleitzahl
Ort